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   Dämmerung

 

   Lange Abendschatten löschen schreitend,

   unaufhaltsam träge altes Licht.

   Des Abschieds schwache Strahlen,

   sie begleitend,

   geben, was als letztes Glimmen bricht

 

   und jetzt verschwindet hinter Horizonten.

   Nacht betritt die Welt. Es bleibt

   ein Schweigen.

   Klare, helle Stunden: Sie besonnten.

   Nun wird sich das Dunkel deckend neigen.

 

   Tagvertrautes Schauen harrt. Betroffen.

   Lange Stunden warten auf das Licht.

   Der jungen Schwärze tiefer Grund

   klafft offen.

 

   Leise, nachtverborgen ruht die Fülle,

   nur der Seele Auge schaut die Sicht,

   versinkend in der abendlichen Stille.